13. Verrückte Weine

Die Weine

  • Centoquindici, Viognier 2018 IGT della Svizzera italiana, Selezione Anfora  Luigina
  • Vin Orange Tentation Ultime 2018 Valais AOC, Histoire d‘Enfer 
  • Naked White 2018 Österreichischer Naturwein, Weingut Heinrich
     
  • Quartessenza 2017 IGT della Svizzera italiana, Selezione Anfora Luigina
  • Omnia 2014 Châteauneuf-du-Pape AC, Rotem & Mounir Saouma 
  • Naked red organic 2017 Österreichischer Landwein, Weingut Heinrich 

Zu den Weinen


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Weitere Informationen

Die Methoden der Weinbereitung ändern sich im Laufe der Zeit. Neue Erkenntnisse werden mit zum Teil Jahrtausende altem Wissen kombiniert. So geht beispielsweise Ettore Biraghi auf seiner Tenuta Luigina mit der Vinifikation in Amphoren weit in die Vergangenheit zurück. Seinem Viognier Centoquindici verleiht diese uralte Art der Weinbereitung in Verbindung mit einer 115-tägigen Mazeration eine pure Fruchtaromatik, mehr Struktur und sehr weinige, komplexe Aromen. Einen anderen Ansatz wählt Patrick Regamey von Histoire d’Enfer für seinen «Vin Orange» Tentation Ultime. Er lässt seine Chasselas- und Sylvanertrauben sechs Wochen als ganze Trauben vergären. Während dem anschliessenden Fassausbau wird die Hefe aufgerührt, um für einen besseren Oxidationsschutz den natürlichen Schwefel aus der Hefe zu extrahieren. Fleischig, rassig, mit frischer, saftiger Säure und vielschichtigem, langem Abgang. Währenddessen lassen Mounir und Rotem Saouma ihren Châteuneuf-du-Pape Omnia während zwei vollen Jahren auf der Hefe reifen, aufgerührt wird nur gelegentlich. Danach wird er mit minimalem Schwefeldioxid-Zusatz abgefüllt, ohne davor umgepumt, geschönt oder filtriert worden zu sein. Deshalb empfiehlt Mounir Saouma: «Decant with energy». So erwartet Sie ein vielschichtiger Wein mit grossartiger Spannung und intensiven Aromen. Im Burgenland bleibt man sogar nackt. «Naked» von Heike und Gernot Heinrich steht für unverfälscht und vielschichtig. Beim Weisswein werden die Trauben mit den Stielen über Nacht eingemaischt. An die Gärung schliesst sich ein 14-monatiger Ausbau auf der Hefe an, danach wird der Wein ohne Schwefeldioxid-Zusatz abgefüllt. Der Wein ist leicht trüb, deshalb empfehlen die Heinrichs: Vorm Genuss unbedingt schütteln! Grasige Frische mit blumigem Heu in der Nase. Der Rotwein ist getragen von rotbeeriger Frucht, herbaler Würze und belebendem Säurenerv. Gekeltert aus Zweigelt, Blaufränkisch und St. Laurent steht die Unkompliziertheit im Fokus.