Martel schenkt ein

Gefangen im begeisternden Wein-Universum

Alen Boulter | 15.02.2021 | Lesezeit ca. 3 Min. Gefangen im begeisternden Wein-Universum

Empfehlungen folgen Anregungen, Diskussionen folgen Geschichten – und hinter allem steht der Wein.

Als Weinberater in unserem grosszügigen Geschäft am Bellevue, kann ich meine Liebe zum Wein vollends ausleben. Unsere Kunden und die damit einhergehenden, täglichen Kundengespräche sind wundervoll. Diese vielen Begegnungen mit Menschen, welche sich für Wein begeistern, sind inspirierend, anregend und bereichern meinen Arbeitsalltag ungemein. Der Austausch von Weinwissen innerhalb meines Teams ist selbstredend. Wir sind ein Haufen Wein-Verrückte, die sich stundenlang über alle erdenklich kleinen Dinge des Wein-Universums unterhalten können und sich entsprechend gegenseitig begeistern.

Des Weines überdrüssig? Keineswegs!

«Hat man vom ewigen Thema „Wein“ nicht ab und zu auch mal die Nase voll?» Ich kann Ihnen versichern: Mitnichten! Zumindest nicht ich. Jeder Tag bei Martel ist eine neue Herausforderung und Bereicherung zugleich – manche Wege des Weins sind unergründlich und vor allem unendlich. Steigen Sie also ein: Diskutieren, Entdecken, Geniessen.

Auf der Suche nach persönlicher Wein-Glückseeligkeit

Als Herausforderung gestaltet sich auch immer wieder die Suche nach dem passenden Wein für mich selbst. Das ist schwieriger, als man meinen könnte. Unablässig finde ich mich in Situationen mit Kunden wieder, in denen ich denke: «Das könnte ich auch wieder einmal ausprobieren» oder «Das ist eine ausgesprochen gute Wahl». Auch möchte ich dem ein oder anderen Wein mal wieder «eine Chance geben». Doch die Weinwelt ist gross, ganz besonders bei einem so breiten und tiefen Sortiment wie bei Martel. Und zack: Schon liegt mir mein Kollege beharrlich mit einer Empfehlung im Ohr: «Diesen Riesling musst du haben» oder «Bei der Lage kannst du nicht verzichten». Ist das Hilfe oder vergrössert er damit nur das weite Spektrum der Möglichkeiten?

Nun denn, mein Weinkonsum bzw. die Entscheidung, für welchen Wein ich mich schliesslich entschliesse, ist sicherlich auch dem ein oder anderen oben genannten Gedanken zuzuschreiben. Meist sind es aber strategische Überlegungen, welche dem Kauf und dem Genuss vorangehen: Passt der Wein zum Essen? Habe ich den Jahrgang bereits einmal probiert? Ist er in der perfekten Reife, um ihn jetzt zu öffnen? Habe ich den Wein bereits in meinem Keller? Ist er der Gesellschaft angemessen? Mag ihn meine Partnerin? Was bin ich bereit auszugeben? Die Liste lässt sich beliebig erweitern.

Sie sehen: Es ist für mich keineswegs eine leichte Aufgabe, sondern, wie bereits erwähnt, eine Herausforderung. Schlussendlich jedoch eine, die mir immer wieder Freude macht. Es gibt kaum Schöneres als eine nahezu perfekte Weinbegleitung zum Essen zu finden, einen Wein aus dem Keller zu holen, der auf dem Höhepunkt seiner Reife ist oder einen unbekannten Wein zu entdecken, der ausnahmslos zu begeistern vermag.

Auf der Suche nach geteilter Wein-Glückseeligkeit

Am Schönsten ist es aber zweifelsohne, diese Wein-Erlebnisse mit Menschen teilen zu dürfen. Sich zusammen an einen Tisch setzen, eine Flasche öffnen, anstossen und einen fabelhaften Tropfen gemeinsam geniessen – diese Erlebnisse begeistern mich ebenso am Faszinosum «Wein».

In der momentanen Situation bleibt uns zwar nichts Anderes übrig, als uns auf die kommenden gemeinsamen Genussmomente zu freuen. Doch ich bin guter Dinge und so steige ich heute hinab und hole mir aus dem Keller eine schöne Flasche aus der aktuellen Tour des Vins-Aktion  – wohlwissend, dass die Zeit kommen wird, wo wir wieder gemeinsam Geniessen, Lachen und Erlebtes teilen dürfen.