Martel schenkt ein

Château Lafleur à Pomerol und Martel

Jan Martel | 09.03.2021 | Lesezeit ca. 5 Min. Château Lafleur à Pomerol und Martel

Wenn man 100 Weinliebhaber nach dem besten Weingut in Pomerol befragen würde, wäre Château Lafleur wohl ein heisser Anwärter auf den ersten Platz. Dieses Château nimmt aber auch weit über die Region hinaus einen einzigartigen Stellenwert im Kreis der führenden Weingüter der Welt ein.

Annäherung im Lockdown

Wir alle erinnern uns nur ungern an den ersten harten Lockdown im Frühling 2020 zurück. Trotzdem ist er in unserem Fall im positiven Sinn mitverantwortlich für die neue Partnerschaft mit Château Lafleur. In dieser unwirklichen und reisefreien Periode verbrachten wir mehr Zeit vor dem Bildschirm als gewöhnlich und so kamen wir digital miteinander in Kontakt.

Gemeinsame Leidenschaft

Aus diesem ersten Austausch zwischen dem Weingutsleiter Omri Ram und mir ergaben sich Emails, Telefongespräche und Videokonferenzen. Wir spürten sofort, dass wir die Leidenschaft für grossartige Weine, inspirierende Ideen und das langfristige Denken eines Familienunternehmens teilen. Schliesslich blicken sowohl Lafleur als auch Martel auf fünf Generationen Weingeschichte zurück – das verbindet.

Botschafter eines «monument historique»

Im Sommer 2020 war es dann Zeit für ein erstes Treffen in Pomerol. Das gute Gefühl füreinander bestätigte sich. Der Funken sprang über und wir entschieden, gemeinsame Wege zu gehen. So können wir Ihnen heute voller Stolz mitteilen, dass wir ab sofort Botschafter dieses «monument historique» sind und wir in dieser Funktion die Weine von Château Lafleur exklusiv für die Deutschschweiz und das Tessin vertreten. Mit dabei sind auch die Weine des zweiten Weingutes: Château Grand Village.

Nachfolgend erfahren Sie mehr über die Geschichte von Château Lafleur und über die grossartigen Weine. Zudem haben Sie die Möglichkeit, sich bereits für die Subskriptionen des Jahrgangs 2020 (findet im Sommer 2021 statt) anzumelden.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen und Freude beim Genuss.

Jan Martel

Château Lafleur

Die Geschichte von Château Lafleur

Gegründet wurde das Weingut Château Lafleur an dem Tag, als Henri Greloud 1872 ein bezauberndes kleines Stück Land in Pomerol kaufte. Über die Jahre wurde der Rebberg perfektioniert und gleich daneben ein Haus mit Keller gebaut. Das gesamte Anwesen erhielt den Namen Lafleur.

In der Folge entstanden in den Jahren 1945, 1947, 1950, 1961 oder 1982 legendäre Weine, die international für grosses Aufsehen sorgten. Das Interesse an den Weinen dieses magischen Weingutes ist bis heute ungebrochen und so führt mit Sylvie, Jacques, Julie und Baptiste Guinaudeau (Bild oben) bereits die fünfte Familiengeneration diese Erfolgsgeschichte fort.

Château Lafleur

Ein Blick in den Rebberg

Um eine bessere Vorstellung für die Komplexität dieser Weine zu bekommen, muss man einen genauen Blick in den Weinberg richten. Die Reben sind auf drei unterschiedlichen Böden gepflanzt: Im Nordwesten bestimmt sandigtoniger Kies den Boden, im Süden und Osten herrscht der tonige Kies vor und im Herzen des Weinberges findet man wiederum viel kiesigen Sand. Diese seltene Kombination auf einer Totalfläche von lediglich 4,5 ha aufgeteilt in 24(!) Parzellen erklärt zusammen mit dem hohen Anteil an Cabernet Franc einen Teil der Einzigartigkeit von Lafleur. Die lediglich rund 21‘000 Rebstöcke sind durchschnittlich 40 Jahre alt und Sie können uns glauben: Bei Lafleur kennt man jeden einzelnen Rebstock «persönlich». Passion und Perfektion sind nicht nur Worte, bei Château Lafleur werden sie mit höchster Präzision und Kontinuität gelebt – ein Ort, an dem Geschichte geschrieben wird.

Die Weine

Neben den zwei grossen Pomerol Château Lafleur und Les Pensées produziert das Team rund um Omri Ram mit Leidenschaft je zwei weitere Weiss- und Rotweine (Grand Village).

Château Lafleur, Pomerol
Merlot, Cabernet Franc – 3.75 ha
Etwas untypisch für Pomerol sind beim Grand Vin von Lafleur
die mageren Kiesböden. So könnte man bei der Degustation
auf einen grossen Pauillac vom linken Gironde-Ufer schliessen:
Zurückhaltende, sehr noble Nase, der Gaumen extrem fein mit
dicht gewobenen Gerbstoffen, grosse Spannung und viel Tiefgang.
Kurzum: Eine Sleeping Beauty, die auch in 50 Jahren noch berührt.

Les Pensées, Pomerol
Merlot, Cabernet Franc – 0.7 ha
Bis 1999 war der Pensées der Zweitwein. Seither ist der Wein ein
eigener Cru vom Zentrum des Rebberges. Der Boden zeigt mit
seinem hohen, reichhaltigen Lehmanteil Pomerol-Charakteristika.
So ist der Pensées ein typischer Vertreter dieser Appellation mit
ausladender Pflaumenwürze und perfekt integriertem Holz. Seidige
Gerbstoffe, Dichte und betörende Sinnlichkeit erwarten Sie.

Les Perrières, Bordeaux Supérieur
Cabernet Franc, Merlot – 3 ha
Vielschichtig, ausgewogen, frisch, präzise und mit einer schönen
Dichte und Konzentration, so präsentiert sich der Les Perrières
2019. 59% Cabernet Franc, 41% Merlot. Der Wein stammt aus der
Appellation Fronsac, wo flache Tonböden auf massivem Kalkstein
liegen. Eine solche Umgebung liebt der Cabernet Franc.

Les Champs Libres, Bordeaux blanc
Sauvignon Blanc, Sémillon – 0.7 ha
Was für ein grossartiger Weisswein aus der Region Fronsac!
Vielschichtige Nase, kräuterig und dezente Frucht, dazu gut
eingebundenes Holz. Der Champs Libre besitzt ein tolles Säure-
Rückgrat, ist profund und begeistert mit seiner Mineralität, welche
sich in Form von Salzigkeit und Feuerstein-Noten zeigt.

Grand Village Blanc, Bordeaux blanc
Sauvignon Blanc, Sémillon – 2.3 ha
Der Grand Village Blanc 2018 überzeugt mit seiner reiffruchtigen
Aromatik, weicher Textur, sowie einer reifen, saftigen Säure. 75%
Sauvignon Blanc, 25% Semillon. Etwas schlanker als 2018 macht
der Grand Village Blanc 2019 richtig Spass: Aromen von Ananas
und Wiesenblumen, viel Frische, Spannung und eine beschwingte
Leichtigkeit! 74% Sauvignon Blanc, 26% Semillon. Top Value!

Grand Village Rouge, Bordeaux Supérieur
Merlot, Cabernet Franc – 14 ha
Der Grand Village Rouge aus dem Grossartigen Jahr 2016 zeigt
betörende Noten von blauen und schwarzen Früchten, Kraft und
Rasse und endet auf einem langen Abgang. 86% Merlot, 14%
Cabernet Franc. Der 2019er wirkt etwas kühler und rotfruchtiger in
der Aromatik, bezaubert mit einem herrlichen Trinkfluss und einer
tollen Gerbstoffstruktur. 81% Merlot, 19% Cabernet Franc.