Martel schenkt ein

Prosecco – schäumendes Phänomen für Ihre Festtage

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Prosecco – schäumendes Phänomen für Ihre Festtage

Advent – Besinnlichkeit und Lichterglanz, die Zeit des Zusammenseins mit Familie und Freunden. Gemütliche Genuss- und Mussestunden erwarten Sie – und zusätzlich direkt mehrere Gründe, warum Prosecco prima in diese Zeit passt. Nicht nur ist er traubig-frisch und verleiht unbeschwerte Leichtigkeit, Prosecco ist auch Synonym für Feierlichkeit und als dieses die perfekte Einstimmung auf die Festtage. Und gerade weil Prosecco ein Alleskönner ist, begleitet er den Brunch ebenso gut wie das Käsefondue und beglückt zum Panettone oder zum Apéro Riche.

Prosecco oder Glera? Beides!

Heute ist «Prosecco» die geschützte Herkunftsbezeichnung, gibt der Traubensorte aber nicht mehr Ihren Namen – diese heisst heute Glera. Das Herzstück der Region liegt zwischen Conegliano und Valdobbiadene im Nordosten Italiens. Wir befinden uns in einer hügeligen Landschaft, die bereits alpine Anklänge offenbart. Insbesondere um Valdobbiadene werden die Hügel steiler. Die besten Lagen weisen eine Hangneigung bis zu 50% auf. Die eindrucksvolle steile Einzellage Cartizze ist eine der teuersten Reblagen in ganz Italien und kommt somit einer italienischen Grand Cru-Lage gleich. Die Region steht auch für stillen Wein, hauptsächlich aber für perlenden Frizzante und schäumenden Spumante. Haben Sie sich schon gefragt, welches Geheimnis den Wein eigentlich zum Schaumwein macht?

Vom Stillwein zum Schaumwein

Das Ausgangsprodukt eines jeden Schaumweins ist ein stiller Wein. Für die Bläschenbildung ist eine Zweitgärung in einem geschlossenen System erforderlich, sodass das entstehende CO2 nicht entweichen kann. Die Zugabe von Zucker und Hefe löst diese zweite Gärung aus. Bei der Herstellung von Prosecco erfolgt die zweite Gärung – im Gegensatz zur «Méthode Traditionelle» mit Flaschengärung – im Drucktank. Diese wird gestoppt und der Wein anschliessend unter Druck in Flaschen gefüllt. Das anschliessende Ausbleiben einer langen Lagerzeit auf der Hefe macht den grossen Unterschied zwischen Prosecco und traditionell hergestellten Schaumweinen. Somit fehlt das typische Geschmacksprofil der Hefe. Aber genau das ist es, was Prosecco ausmacht. Er will frisch und traubig sein und ist Synonym für beschwingtes, unkompliziertes Vergnügen.

Aus einem Zufall wird Methode

Schaumwein ist im Übrigen ein Zufallsprodukt. In früheren Jahrhunderten wurde die Gärung der Stillweine während der kalten Winterzeit unterbrochen. Da man davon ausgegangen ist, dass der Wein durchgegoren sei, wurde er in Flaschen gefüllt. Mit den steigenden Frühlingstemperaturen wurden die Hefezellen wieder aktiv und die Gärung nahm seinen Lauf. Durch den enormen Druck der entstehenden Kohlensäure explodierten die dünnwandigen Flaschen. Dies zum Ärger jener, die den Wein im Keller lagerten. So blieb die zweite Gärung über Jahrhunderte ein rätselhaftes Phänomen. Erst die Entwicklung von kräftigeren Flaschen und das genaue Verständnis des zweiten Gärprozesses ermöglichten den Schaumweingenuss.

In die Herzen der Italiener, Schweizer und der Martel-Mitarbeiter

Schaumweingenuss wird in der Schweiz grossgeschrieben – gerade unsere «Italiener» im Team lieben ihn: «Prosecco geht immer» ist das eindeutige Credo. Doriano Telatin, Lagerist bei Martel, erzählt von seinen Verwandten, die in unmittelbarer Nähe des Prosecco-Landes leben. Er schildert lebhaft, wie die Einheimischen die Prosecco-Kultur zelebrieren. In Bassano del Grappa geniesst man bereits am Vormittag einen leichten «Prosecchino» auf der Piazza. Am liebsten begleitet mit einem piatto freddo. Zum Hauptgang betritt der Prosecco Cartizze die Bühne. Mit seiner Cremigkeit und der sanft lieblichen Frucht begleitet er den Risotto dei Alpini und verleiht dem herzhaften Gericht mit fagioli in Salsa, Speck, Salami und Sardellen eine edle Note. Ebenso brillant schmeckt er zur lokaltypischen Polenta con piccione, zeigt die Taube doch auch eine feine Süsse.

Italienisches Food-Pairing schäumender Art

Francesco Tammaro ist Weinberater in den St.Galler Ladengeschäften. Seine Wurzeln sind im süditalienischen Molise zu Hause. Wenn er bei seinen Verwandten in Italien Ferien macht, freut er sich auf die einfachsten Speisen. Diese bringen durch die Frische und Reife der Produkte eine unvergleichliche Intensität hervor. Genau dies macht das italienische Lebensgefühl aus. Francesco Tammaros Tipp:  Pane locale e pomodoro fresco, gewürzt mit einer Prise Salz, frischem Oregano aus dem Hausgarten und Olivenöl aus dem eigenen Olivenhain. Dazu ein Glas Crede von Bisol, welch ein glückliches Vergnügen.

Auch Benjamin Wolf liebt das Experimentieren mit Wine & Food. Er ist in der Toskana aufgewachsen, ist Master-Sommelier und Gastronomie-Weinberater bei Martel. Er empfiehlt die Kombination mit Fisch. Etwa den Bisol Jejo Rosé zu Tagliatelle al Salmone oder zum Carpaccio di Gamberi Rossi di Mazara, den vielleicht besten Garnelen der Welt. Zum Carpaccio di Cappesante, dem Jakobsmuschel-Carpaccio oder zu grilliertem Gemüse oder frischem Ziegenkäse reicht er hingegen bevorzugt den Bisol Crede brut.

Bereisen Sie die Region

So viele Empfehlungen, so viele Möglichkeiten bietet die Welt des Prosecco. Ausser dem prickelnden Vergnügen bietet sich die Region auch vorzüglich als Reisedestination an. Denn das Herkunftsgebiet zählt seit 2019 zur UNESCO-Welterbeliste und liegt in Reichweite des Gardasees sowie keine Autostunde von Venedig entfernt. Die Region bereisen oder sie lieber über Ihre Sinne von der Schweiz aus entdecken? Ich meine: Das eine schliesst das andere nicht aus…

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