Rückblick

The Oscar goes to…

Aktionstext | 31.01.2022 | Lesezeit ca. 2 Min. The Oscar goes to…

Punkte, Trophäen, Goldmedaillen – Weinauszeichnungen freuen uns und dennoch bilden wir uns lieber unsere eigene Meinung. Geht es Ihnen auch so oder geben Sie zu, ein Punktetrinker zu sein? Spass beiseite. Was nutzt Ihnen der beste Wein der Welt, wenn Sie ihn nicht mögen? Natürlich, Einschätzungen bieten eine vermeintliche Orientierungshilfe bei der Weinauslese, aber Hand aufs Herz: Sie haben Ihren urpersönlichen Geschmackscode.

Ihre Präferenz hängt von vielen Faktoren ab. Nehmen wir die Temperatur zum Beispiel. Nicht die perfekte Weintemperatur, sondern die da draussen. Es ist kalt! Wir denken darum nicht sofort an einen knackigen Riesling. Die Auszeichnung für die beste Regie könnte aber aus voller Überzeugung an den weissen Bordeaux der Familie Courselle gehen. Prickelnd und absolut glaubwürdig spielt auch der Cava MIM Brut Natura aus dem Hause Vins el Cep für uns die beste Nebenrolle zu Beginn eines fulminanten Abendessens mit Verfolgungsjagd.

Beste Hauptdarstellerin? Diese Statuette könnte in die Tenuta Agricola Luigina, ins Tessin, gehen. Bestes Originaldrehbuch? Ein Kandidat ist Inopia, minutiös und detailreich geschrieben sowie naturnah umgesetzt von Rotem & Mounir Saouma. Die Auszeichnung für den besten Schnitt ginge an die Bodega Enate Crianza. Was für ein Finale! Sie fragen sich, warum auf unserer Shortlist der besten Nominierten kein einziger Hollywoodstreifen dabei ist? Schuld war die sensationelle argentinische Malbec-Cabernet-Adaption aus dem wahrlich abgelegenen Weingut Tacuil. Aus unserer Sicht einer der besten internationalen Filme.

Egal auf wen die Wahl auch fällt, wir sehen weltweite Starqualitäten, Weine ohne Starallüren, ohne Hollywood-Glamour, dafür mit Tiefe und Eleganz, echte Handwerksweine. Soweit die Einschätzung unserer Academy. Und, welchen Wein nominieren Sie heute Abend?

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