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Winzer Lafleur
Familie Guinaudeau, Besitzer

Auf einen Blick

Weingut
1872
4.5 ha
Besitz: Familie Guinaudeau
Gutsleitung: Familie Guinaudeau
Weinbereitung: Familie Guinaudeau
Weiss: Sauvignon Blanc
Rot: Merlot, Cabernet Franc
Kies, Ton
Exklusivität in Deutschschweiz/Tessin
Anbau
konventionell

Aus diesem Grund

Martel-Einordnung

Fragt man Weinliebhaber nach dem besten Weingut in Pomerol, wäre Lafleur wohl ein heisser Anwärter auf den ersten Platz. Doch weit über Bordeaux hinaus nimmt das Weingut einen einzigartigen Stellenwert im Kreis der führenden Weingüter der Welt ein. Für uns ist Lafleur absolut top und dabei klein, familiär und kompromisslos. Eine Ausnahmeerscheinung. Seit der Gründung durch Henri Greloud im Jahr 1872 stammt der «Lafleur» aus derselben kleinen Parzelle auf dem Plateau von Pomerol. In dieser Nachbarschaft lässt es sich gut leben: L’Évangile, Pétrus und Vieux Château Certan liegen nur einen Steinwurf entfernt

Einzigartig

Cabernet Franc, bei Lafleur traditionell «Bouchet» genannt, und Merlot prägen den Wein seit Generationen. Besonders wichtig ist der Familie das eigene, über lange Zeit selektionierte Rebmaterial. Es gehört ebenso zur Identität von Lafleur wie der Boden selbst. Mit dem Jahrgang 2025 verliess Lafleur die AOC Pomerol und deklariert seine Weine seither als «Vin de France». Die Familie Guinaudeau will damit mehr Freiheit gewinnen, um auf zunehmende Hitze und Trockenheit reagieren zu können, etwa mit niedrigeren Pflanzdichten, Beschattung, Bodendeckern und kontrollierter Bewässerung. An Herkunft und Handschrift ändert sich nichts. Aus «Château Lafleur» wurde schlicht Lafleur.

Überblick

Seit der Gründung 1872 hat sich am Wesentlichen erstaunlich wenig verändert bei Lafleur. Noch heute bildet ein kleiner, einzigartiger Rebberg das Herz des Weinguts. 1985 übernahmen Sylvie und Jacques Guinaudeau die Verantwortung und entwickelten den Betrieb mit viel Fingerspitzengefühl weiter. Heute führen Baptiste Guinaudeau und seine Frau Julie die Arbeit der Familie fort. Trotz seines Weltrufs ist Lafleur ein Familienweingut geblieben. Die Guinaudeaus leben mitten in den Reben und sind eng in die tägliche Arbeit eingebunden. Ihre Haltung bringen sie mit «nous sommes paysans et vignerons» auf den Punkt: «Wir sind Bauern und Winzer.» Moderne Erkenntnisse fliessen in die Arbeit ein, ohne die über Generationen gewachsene Identität der Weine aus den Augen zu verlieren. Die Infrastruktur wurde unter Kellermeister Omri Ram behutsam weiterentwickelt. 2018 entstanden neue, funktional und zurückhaltend gestaltete Wirtschaftsgebäude. Ähnlich organisch entwickelte sich Les Pensées. Ursprünglich entstand der Wein aus der strengeren Selektion für Lafleur. Heute versteht ihn die Familie als eigenständigen Wein mit eigener Herkunft innerhalb des Lafleur-Rebbergs. Inzwischen reicht die Welt der Guinaudeaus über diese eine Parzelle hinaus. Zur Société Agricole de Lafleur gehören sechs Weine: Lafleur, Les Pensées, Les Perrières, Les Champs Libres sowie Le Grand Village Rouge und Blanc. Insgesamt bewirtschaftet die Familie 90 ha Land, davon 24 ha Reben, daneben Wiesen und Wald.

Emotionen

Lafleur bedeutet für uns: Weltklasse ohne Starallüren. Auch unsere Partnerschaft begann ungewöhnlich. Während des Lockdowns im Frühling 2020 kamen Omri Ram und Jan Martel zunächst digital miteinander in Kontakt. Aus E-Mails, Telefongesprächen und Videokonferenzen entstand rasch ein intensiver Austausch. Beide Seiten verbindet die Leidenschaft für grosse Weine, langfristiges Denken und die Kultur eines Familienunternehmens mit einer Geschichte über fünf Generationen. Im Sommer 2020 folgte das erste persönliche Treffen in Pomerol. Der Funken sprang über und aus dem Austausch wurde eine Partnerschaft. Seither ist Martel Botschafter von Lafleur und vertritt die Weine exklusiv in der Deutschschweiz und im Tessin. Für uns ist das etwas Besonderes: Hinter einem der gesuchtesten Weine von Bordeaux steht eine Familie, die trotz ihres Weltrufs erstaunlich bodenständig geblieben ist. Von der ausserordentlich hohen Qualität der Weine sind wir immer wieder tief berührt.
«Weine von besonderem Terroir und einem anderen Stern.»
Martel über

Lafleur

Impressionen