Martel Moments
Die Menschen hinter Martel

Die Menschen hinter Martel

August 2026 | Lesezeit 3 Min.

Was wäre eine Weinhandlung ohne die Menschen, die sie prägen? Bei Martel arbeiten viele Mitarbeitende über Jahrzehnte, manche Familien sogar über Generationen hinweg. Andere erfüllen sich mit dem Einstieg in die Weinwelt einen Traum. Sie alle tragen dazu bei, dass Martel seit 150 Jahren Wein nicht nur verkauft, sondern Weinkultur vermittelt.

In Kürze

  • Langjährige Mitarbeitende prägen Martel über Jahrzehnte
  • Vom Lernenden bis zur Führungskraft: Viele Wege führen in die Weinwelt
  • Über 50 Mitarbeitende vermitteln Martel-Weinkultur und sorgen für Rundumservice

50 Jahre für Martel

Wir schreiben das Jahr 1977. Die Brüder Erich und Rudi Schmid werden nach 50 beziehungsweise 36 Jahren bei Martel in die Pension verabschiedet. Gefeiert wird im Keller des Restaurants Alpstein in St.Gallen. Auch gedichtet wird: «Im Betrieb lauft allerhand, mer chiflet öppe mitenand. De Chef tuet wechsle, jung wird alt, so isch’s i üserm Lebe halt.»

Die beiden Brüder hatten einst mit Monatslöhnen von 248.60 beziehungsweise 253 Franken bei Martel angefangen. Bis in die 1970er-Jahre stieg ihr Lohn auf über 2’150 Franken. Dazwischen lagen Jahrzehnte, in denen sich Martel, die Weinwelt und die Schweiz grundlegend veränderten.

Langjährige Mitarbeitende sind bis heute keine Ausnahme. René Wolfensberger startete im Alter von 15 Jahren bei Martel und blieb ein ganzes Arbeitsleben lang. Das St.Galler Tagblatt würdigte seine Karriere 2013 unter dem Titel «Von der Hilfskraft zum Meister».

Karriere bei Martel

Eine ähnlich lange Verbundenheit mit Martel hat Michael Wäger. Bereits seine Mutter Doris arbeitete im Unternehmen. Michael selbst stiess 1990 als Weinverkäufer im Laden dazu. Im Lauf der Jahre übernahm er verschiedene Funktionen und immer mehr Verantwortung. Heute leitet er die Logistik und IT-Projekte und führt ein Team von 13 Mitarbeitenden. In seinen mehr als 35 Jahren bei Martel hat er einen enormen Wandel erlebt. Das Sortiment ist heute doppelt so gross, vielfältiger und exklusiver. Kamen Bestellungen früher per Telefon oder Fax, laufen heute viele Prozesse digital. Das Geschäft ist schneller und kurzfristiger geworden. Doch bei allem Wachstum und Wandel ist für Michael Entscheidendes unverändert: «Am Schluss geht es darum, dass der Kunde happy ist. Das war schon vor 30 Jahren so.»

Mit dem Mofa zu Martel

Bis heute starten junge Leute bei Martel in die Berufswelt. Kenzo Schwinn ist im 3. KV-Lehrjahr und reist täglich aus dem Thurgau an, mit dem Zug oder auch mal mit dem Mofa. Er sagt: «Mir gefällt bei Martel, dass ich selbständig und flexibel arbeiten kann und wir ein gutes Team haben. Und ich lerne die Weinwelt kennen. Hier kann ich zwischendurch auch mal etwas probieren, und zwar von den Feinsten.»

«Exgüsi, wir sind einfach Wein-Nerds.»

Der Mensch im Mittelpunkt

Martel versteht sich als Botschafter sinnlicher Weinkultur. Dahinter stehen über 50 Mitarbeitende: Weinberaterinnen und Weinberater in den Ladengeschäften, das schweizweit tätige Gastronomie-Team, Einkauf, Administration und die hauseigene Logistik. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass Wein sorgfältig ausgewählt, kompetent erklärt, verkauft und zuverlässig geliefert wird. Seit dem Abschied von Erich und Rudi Schmid vor bald 50 Jahren hat sich vieles verändert. Eines aber ist geblieben: Weinhandel ist ein Geschäft von Menschen für Menschen. Auch in Zukunft.

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