Glanz & Gloria: Bundesräte und hohe Offiziere
In 150 Jahren Martel Geschichte kommt einiges zusammen. Auch Bestellungen und Briefe von Kunden mit Rang und Namen. Darunter Bundesräte, Diplomaten und hohe Militärs. Einige dieser Dokumente erzählen kleine Anekdoten. Und manchmal sogar ein Stück Weltgeschichte.
In Kürze
- Spitzenpolitiker und hohe Militärs als Martel-Kunden
- Martel-Wein im weltpolitischen Strudel
- Schweizer Bundespräsident schreibt Martel persönlich
Erlebte Geschichte
Am 2. März 1964 bestellte der damalige Chef des Eidgenössischen Militärdepartements höchstpersönlich bei Martel Wein. Bundesrat Paul Chaudet aus dem Kanton Waadt liess sich in einem offiziellen Schreiben zwölf Flaschen an den Genfersee liefern.
Ein paar Jahre später geriet Martel-Wein unverhofft in den Sog der grossen Weltpolitik. Am 27. August 1968 schrieb uns der damalige Schweizer Militärattaché in Moskau. Der Oberst im Generalstab bestellte sechs Kisten Wein für die Schweizer Botschaft in der Sowjetunion. Er brauchte sie offenbar zur Stärkung: «Zu meinem Bedauern muss ich Ihnen mitteilen, dass ich zufolge der gegenwärtigen Lage mich noch immer in Moskau befinde.» Die «gegenwärtige Lage» war historisch. Nur wenige Tage zuvor waren Truppen des von der Sowjetunion angeführten Warschauer Pakts in die Tschechoslowakei einmarschiert.

Bundespräsident schreibt «Hammer»
Um ein weit erfreulicheres Thema ging’s 1981 in der Korrespondenz mit dem St.Galler Bundespräsidenten Kurt Furgler. In einem persönlichen Schreiben an Wolfram Martel, in seiner Studentenverbindug bekannt als «Hammer», sagte er eine Einladung auf den Berner Hausberg aus verständlichen Gründen ab. «Leider ist es mir wegen des Besuchs des italienischen Staatspräsidenten Pertini nicht möglich, auf den Gurten zu kommen.»
