Olé! Wer an Wein aus Spanien denkt, reist in Gedanken in ein Land, das von der Sonne geprägt ist. Kaum ein anderes Weinland Europas vereint so viele Landschaften, Klimazonen und Stile. Vom atlantischen Grün Galiciens über das karge Hochland Kastiliens bis zur glühenden Levante spannt sich eine Vielfalt von Terroirs, die unerschöpflich scheint.
Mit fast 1 Mio ha Rebfläche ist Spanien das grösste Weinland der Welt. Und eines der vielfältigsten. Lange prägten rustikale Rotweine das Bild, vor allem aus Rioja, Ribera del Duero oder Priorat. Heute zeigt sich Spanien facettenreicher denn je. Neben Tempranillo, Garnacha und Monastrell behaupten sich wieder autochthone Sorten wie Mencía oder Albariño. Sie verleihen den Weinen eine neue Frische, Präzision und Authentizität. Der Wandel kam leise, aber bestimmt: Junge Winzerinnen und Winzer, die ihre Familienparzellen neu entdecken, die Höhenlagen suchen, den Einsatz von Barriques reduzieren und den Ursprung betonen. Spanien ist heute ein Weinland der Kontraste. In Galizien schmecken die Weissweine manchmal salzig und Katalonien brilliert mit Cava mit traditioneller Flaschengärung. Und Andalusien bewahrt mit Sherry eine der grossen Weintraditionen Europas.
Der Klimawandel und die vielerorts damit verbundene Hitze und Trockenheit stellt den Weinanbau auf der iberischen Halbinsel auf die Probe. Doch Spanien antwortet mit Höhenlagen bis über 1'000 Meter, mit resistenten, uralten Buschreben, mit biologischer Bewirtschaftung und klugen Bewässerungskonzepten. Das freut uns von Martel: Spanischer Wein entwickelt sich weiter und wird immer besser.